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Margarete 'Grete' Adler | Franz von Alber | Adolf Anderle | |
Margarete 'Grete' Adler13.2.1896 in Wien (Österreich-Ungarn) - 10.4.1990 Wienverh. Margarete Pfundner-Adler ![]() (Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Margarete_Adler, https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?tag=margarete-adler, Eva Ullreich) |
Im Jahr 1926, in Wien. 'Na, Gretchen, hast du dir schon überlegt, was du in den Sommerferien machst?' 'Ja, Papa. Du kennst doch meinen Freund Robert?' 'Robert Kronfeld?' 'Ja, genau der. Wir sind zwar nicht verheiratet, nicht verlobt, gar nichts ... aber wir zwei reisen miteinander nach Spanien, mit den Faltbooten, und dann paddeln wir zu zweit den Ebro hinunter, das hat noch nie jemand geschafft. Nur 920 km, keine Ahnung, wie wild es wird.' 'Grete, das ist eine wunderbare Idee, fast noch besserr als dein Start bei der Olympiade. Davon kannst du noch in 100 Jahren erzählen,' Margarete Adler und Robert Kronfeld, waren die Erstbefahrer des Ebro, 1926. (Eva Ullreich) Grete Adler war nicht nur Faltbootfahrerin sondern eine der erfolgreichsten österreichischen Allroundschwimmerinnen im Freistiel und Kunstspringen. Meisterin über 100 m Freistil 1915, 1921-1924, 300 m Freistil 1915, 1916, 1918, 1921, 400 m Freistil 1922-1925, im Kunstspringen 1915. Deutsche Kampfspielsiegerin (Europameisterin) im Kunstspringen 1926. Bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm standen erstmals Schwimmwettbewerbe für Damen auf dem Programm. Am 15. Juli 1912 gewannen Margarete Adler, Klara Milch, Josephine Sticker und Bertha Zahourek die Bronzemedaille in der 4-mal-100-Meter-Freistilstaffel hinter den Staffeln aus dem Vereinigten Königreich und aus Deutschland. Damit waren die vier Schwimmerinnen die ersten österreichischen Frauen, die eine olympische Medaille gewannen. Mit 16 Jahren und 152 Tagen ist Margarete Adler die jüngste österreichische olympische Medaillengewinnerin bei Sommerspielen. |
Franz von Alber
14.02.1903 Syra (Griechenland) - 30.05.1968 Kärnten (?) |
Franz von Alber war bereits in den 1930er Jahren auf schwerem Wildwasser unterwegs. Mit seinem Eskimokajak befuhr
er bevorzugt Flüsse in den Alpen und auf dem Balkan. Viele Erstbefahrungen gehen auf sein Konto - eine Auswahl: 1929 Steirische Salza 1930 Steyr mit der HDK-Gruppe (Hochschulring deutscher Kajakfahrer) 1930 Isel 1932 Möll ab Heiligenblut 1932 Tara mit O. Krupski 1933 Lavant 1934 Malta mit Schulhof 1934 Lieser mit Schulhof 1934 Eisack mit Schulhof 1935 oberen Eisack mit Schulhof und Hochstöger 1935 Rienz ab Brunneck mit Schulhof und Hochstöger 1936 Lieserschlucht 1949 Zemm 1961 Acheloos Franz von Alber zog viele Paddler in seinen Bann. Seine Fahrten waren bei ambitionierten Wildwasserkanuten beliebt und auch ein gewisses Privileg. Trotz oder gerade wegen seiner Befahrungen im damals obersten Schwierigkeitsbereich war er sehr auf Sicherheit bedacht. So entwickelte er eine Schwimmweste und forderte eine Ausbildung für Kajaklehrer. Von Alber war Mitglied im HDK. 'Dkfm. Franz Alber steht seit über 25 Jahren an der Spitze der europäischen Wildwasserfahrer. Durch die von ihm begründete Wildwassertechnik hat er zahlreiche schwere und schwerste Erstbefahrungen in Österreich und im Ausland erfolgreich durchgeführt.' (Österreichs Paddelsport, 1950) Weiterführende Literatur: Franz von Alber. Der Eskimo aus den Alpen, Hrsg. Steffen Kiesner-Barth. |
Adolf Anderle1907 - 1932![]() Verlinkter Befahrungsbericht
![]() | Am 6. September 1931 befuhr Herr Adolf Anderle vom Akademischen Kajak-Klub in Wien in seinem selbsterbauten Eskimo-Faltkajak 'Fram' (55cm breit / 5m lang) erstmalig den Felsendurchbruch der Salzach auf der Strecke von Sulzau nach Golling, der unter dem Namen 'Paß Lueg' oder 'die Salzachöfen' allgemein bekannt ist. Der Stand des Pegels Salzburg war - 121. Adolf Anderle, dessen hervorragende Taten auf dem Gebiete der Erforschung unserer Alpenflüsse rühmlichst bekannt sind, wurde Samstag, den 13. Februar 1932 das Opfer eines tragischen Geschickes. Er verunglückte bei einer Skitour auf der Gameringalpe nächst Liezen durch Absturz über eine 60 m hohe Felsgruppe. (Kajak-Sport, 1932)
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| © Ilse Entner | |